Der Busbahnhof Herisau soll in neuem Licht erstrahlen. Das Architekturbüro Hosoya Schaefer Architects beschäftigt sich mit der baul..."/>

Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Herisau

Visualisierung

Visualisierung

Gesamtübersicht Bahnhofsplatz

Längs- und Querschnitt

Bushof- und Zentraldach

Güterstrasse

Plätze

Unterführung / Lift

Erschliessung Richtung Ebnet

Fels

Der Busbahnhof Herisau soll in neuem Licht erstrahlen. Das Architekturbüro Hosoya Schaefer Architects beschäftigt sich mit der baulichen Aufgabe. Das Beleuchtungskonzept für das Areal mit sechs Teilbereichen stammt aus dem Hause Mettler+Partner Licht AG. Mit der Neugestaltung des öffentlichen Platzes entsteht eine neue Identität des öffentlichen Raums. Welche Rolle spielt dabei das Licht? Ein Blick hinter die Kulissen der Lichtplaner.

Ein Ort zum Ankommen, Abreisen und Verweilen. Der Bahnhofsplatz wie auch der Bushof erfüllen verschiedene Aufgaben und werden unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht. Diese Ausgangslage spiegelt sich auch in den Ansprüchen an das Lichtkonzept. Die neue Beleuchtung soll sechs Bereiche berücksichtigen - vom Bushof über die Güterstrasse bis hin zum Nagelfluh-Fels - und gleichzeitig ganzheitlich zusammenfassen. 
Es ist eine, wie so oft, anspruchsvolle Aufgabe für Lichtplaner, welche die Beteiligten aber auch inspiriert. «Wenn in den Sitzungen mit dem Auftraggeber die Lichtplanung besprochen wird, dann beginnen auch die Gesichter zu leuchten. Lichtplanung löst nicht nur funktionale Fragen, sondern verleiht einem Projekt auch das letzte Quäntchen Charme, welches es schlussendlich zum Erfolg bringt», sagt Markus Schaefer, Partner bei Hosoya Schaefer Architects.

Bauästhetik als Ausgangspunkt

Die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Mettler+Partner Licht AG entsteht stets, auch hier, durch den Raum. «In der architekturintegrierten Lichtgestaltung rücken wir die Ästhetik und die angestrebte Funktion eines Baus ins Zentrum. Von da aus beginnen wir mit unserer konzeptionellen Arbeit», sagt Tobias Gsell. Dabei stellt sich auch immer die Frage: Wie kann Kunstlicht die Architektur zusätzlich unterstützen und die räumlichen Dimensionen noch besser erlebbar machen?

Potenzial des Kunstlichts

In Herisau ist das Kernstück des architektonischen Konzepts 110 Meter lang und 21 Meter breit. Grosszügig zieht sich das Bushofdach über Bushof und Bahnperron. Das zentrale bauliche Element darf, darin ist sich das vierköpfige Team der Mettler+Partner Licht AG einig, nicht vom Kunstlicht konkurriert werden. Im Gegenteil: «Unser Ziel ist, den Ausdruck der schlichten, aber skulpturalen Architektur zu verstärken. Dabei werden wir die Lamellenstruktur als integratives Element nutzen», erklärt Marc Dietrich. Hoch entblendete Leuchten zwischen den Holzträgern sorgen für eine gleichmässige Ausleuchtung der Bewegungsflächen und machen durch die Reflektion über den Boden die Dimension und Einzigartigkeit der Dächer spürbar.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Beim Herisau-Projekt müssen die Lichtplaner aber auch die hohen Anforderungen an Sicherheit und Verkehr berücksichtigen. Dies zeigt sich insbesondere bei der Güterstrasse, aber auch in der Unterführung. In der Güterstrasse sorgten objekthafte Strassenleuchten mit einer ausgeklügelten Lichttechnik für eine gleichmässige Beleuchtung. In der Unterführung strahlt direktes Nutzlicht nach unten und ein indirektes Stimmungslicht an die Decke, das über einen Algorithmus gesteuert Farbverläufe projiziert.

Spielerische Elemente

Auf den Plätzen rund um den Bushof und Bahnhofsplatz sucht sich das Licht den Weg durch die Bäume, ein Licht- und Schattenspiel entsteht. Die in den Handlauf der Passerelle integrierte Beleuchtung gibt ein sanftes Licht auf die Gehfläche. Abgerundet wird das Beleuchtungskonzept mit der flächigen Anstrahlung des Nagelfluh-Fels: Mit dem zurückhaltenden Hintergrundlicht wird der neue Bahnhofplatz gegen Ebnet «aufgespannt».

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