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Wenn Licht duftet

Schlicht und formschön: handgefertigte Seifen.

Ausstellungsstätte und Produktionsort – das Seifenmuseum in St. Gallen.

Die Glycerinstäbe werden leicht angeritzt, damit sie später in den Seifenblöcken besser haften.

Teamarbeit bei der Mettler+Partner Licht AG (v. l. n. r.): Tobias Gsell, Brigitte Alt, David Baumann und Marc Dietrich erhalten Support von Museumsdirektor Vasco Hebel.

Die Glycerinstäbe sind fixiert, nun wird die Seifenmasse eingegossen.

Die Seifenblöcke ruhen drei Tage, bevor sie von der Form gelöst werden.

Die abgekühlten Blöcke werden in Form geschnitten.

David Baumann fertigt den Prototyp der Seifenablage.

Eine gute Zusammenarbeit mit den Architekten und der Bauherrschaft ist den Lichtgestaltern der Mettler+Partner Licht AG wichtig. Diese Wertschätzung findet Ausdruck in ausgewählten selbst produzierten Gegenständen. Im Frühjahr 2019 erhalten die Partner handgefertigte Seifen. Ein Blick hinter die Produktionskulissen.

Minze, Rosmarin, Zitrusfrüchte. Ein intensives Duftbouquet umhüllt einen beim Betreten des Seifenmuseums in St. Gallen an diesem sonnigen Samstagvormittag. Seit den frühen Morgenstunden werken Brigitte Alt, David Baumann, Marc Dietrich und Tobias Gsell hier: Das Team der Mettler+Partner Licht AG produziert 500 Seifen für ihre Geschäftspartner. «Das ist unser zweiter Produktionstag», meint Dietrich und erklärt bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten die Fertigung. 

Frisches Denken, frische Düfte

Gearbeitet wird – ähnlich wie in der Küche – nach Rezept. Vereinfacht gesagt: natürliche Inhaltsstoffe mit Duftölen und Lauge mischen, in Formen giessen, erkalten lassen und schneiden. Das Abwägen der Zutaten ist Präzisionsarbeit, die Auswahl der Düfte war ein eher intuitiver Prozess. «Für uns war von Beginn klar, unsere Seifen sollen frisch riechen», erklärt Alt. «Bis wir die richtigen Kompositionen gefunden haben, hat es aber eine Weile gedauert», ergänzt Baumann.

Inspirierende Kooperationen

Ausgesuchte Artikel haben bei der Mettler+Partner Licht AG Tradition und Konzeptcharakter. «Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden inspiriert uns immer wieder aufs Neue. Gleichzeitig waren wir der klassischen Weihnachtsgeschenke etwas überdrüssig», erklärt Dietrich. Vor ein paar Jahren hat das Team entschieden, über einen längeren Zeitraum hinweg ein besonderes Augenmerk auf geschäftliche Beziehungen zu legen – «mit selbst gefertigten schlichten Produkten, die wertig und formschön sind.»

Duftendes Licht

Den Auftakt machte ein in Urnäsch hergestellter Pantli, danach folgte ein selbstgebrautes Sommerbier, nun Seifen. «Die Seife ist ein ästhetischer Gebrauchsgegenstand mit einem gestalterischen Element», meint Dietrich. Licht lässt sich physisch nicht festhalten, erst die richtige Materialisierung setzt das Licht in Szene. Deshalb wurden eingefärbte Glycerinstäbe in die Seifenblöcke eingelassen. Hält man die fertigen Seifen gegen das Licht, beginnen die Elemente in Orange, Blau und Grün zu leuchten.

Mediterran, orientalisch, sonnig

Die Freude am Machen ist die grundlegende Motivation für dieses Projekt. «Für uns ist das immer ein schöner Teamanlass», unterstreicht Gsell. An diesem viertägigen Workshop sind drei Seifenkompositionen entstanden, die Freude machen und einen tagträumen lassen. Der Mix Rosmarin und Thymian erinnert an einen mediterranen Kräutergarten. Die Kombination Zitronengras und Verveine hat etwas Sonniges und Belebendes. Und die Mischung Zitrone, Minze und Blutorange vereint die Aromen des Orients und Siziliens. Bestehen bereits Ideen, was als Nächstes folgt? «Ja, aber die verraten wir hier natürlich nicht», sagt Gsell schmunzelnd und begibt sich wieder zurück in die Produktionsküche.

 

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